Wie wirkt Alkohol?

Körperlich

Der Konsum von Alkohol wirkt sich nicht nur auf Ihre Stimmung aus, sondern hat auch Auswirkungen auf Ihren Körper. Nach dem Trinken gelangt der Alkohol in die Blutbahn. Über das Blut wird er an jede Stelle des Körpers transportiert, deshalb ist der gesamte Körper von den Auswirkungen des Alkohols betroffen.

Die Aswirkungen auf Ihren Körper

Zum Hausarzt? 
Alkohol und Kopfschmerzen
Alkohol und Schmerzen
Alkohol und Schlaf
Alkohol und Epilepsie
Alkohol und Krebs
Alkohol und Diabetes
Alkohol und Gicht
Alkohol und Rheuma
Alkohol und Ihr Körper
 

Zum Hausarzt?


Wenn Sie beim Verzicht auf Alkohol mit Entzugserscheinungen rechnen, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen und ihn bitten, den Alkoholentzug medizinisch zu begleiten.

Wenn Sie an der Internet-Therapie teilnehmen, können Sie von Ihrem Therapeuten einen Brief an den Hausarzt bekommen, die Sie selbst ausdrucken. Dieses Schreiben können Sie zu Ihrem Termin beim Arzt einfach mitnehmen. Der Brief enthält Informationen über die Internet-Therapie und eine medizinische Alkohol-Checkliste für Ihren Arzt. Er enthält selbstverständlich keine personenbezogenen Daten, weil Sie als Teilnehmer / Teilnehmerin ja weitgehend anonym sind.  

Wenn Sie körperliche Beschwerden haben, kann dies mit Ihrem Alkoholkonsum zu tun haben, aber selbstverständlich können auch andere Ursachen vorliegen. Zögern Sie nicht, sich mit Fragen oder der Bitte um Rat an Ihren Hausarzt zu wenden.
 

Alkohol und Kopfschmerzen


Alkohol regt die Flüssigkeitssausscheidung an: Man verliert mehr Flüssigkeit als man aufnimmt. Dies kann sich auf die Gehirnflüssigkeit negativ auswirken. Das Gehirn, das normalerweise von Flüssigkeit umgeben ist, reagiert empfindlich auf Bewegungen und das verursacht Kopfschmerzen.
Alkohol wird in der Leber abgebaut. Dabei entsteht ein giftiger Stoff (Acetaldehyd), der seinerseits ebenfalls abgebaut werden muss. Dieser giftige Stoff verursacht Übelkeit und Kopfschmerzen.
Bei der Herstellung von Alkohol (chemischer Name: Ethylalkohol) entstehen in sehr kleinen Mengen die sogenannten Fuselalkohole. Sie sind giftig und werden langsamer abgebaut als normaler Alkohol, sodass sie am nächsten Tag noch nachwirken. Fuselalkohole sind für den Katereffekt mitverantwortlich.
Bei Migräne wirkt sich Alkohol wegen der gefäßerweiternden Wirkung ebenfalls negativ aus.

Alkohol und Schmerzen


Alkohol betäubt. Deshalb hilft er gegen Schmerzen. Zahnschmerzen zum Beispiel spüren Sie nicht mehr so heftig, wenn Sie Alkohol trinken. Der Alkohol hilft allerdings nur vorübergehend. Wenn er nicht mehr wirkt, fühlen Sie die Zahnschmerzen wieder. So lässt sich ein Besuch beim Zahnarzt zwar verschieben, aber der Zahn heilt dadurch nicht. Dies gilt auch für andere körperliche Schmerzen. Der Schmerz wird betäubt, aber die Krankheit nicht geheilt. Darüber hinaus verzögert Alkoholkonsum den Genesungsprozess. Der Abbau von Alkohol verbraucht Energie, die der Körper benötigt, um gesund zu werden.
In manchen Fällen ist es sogar so, dass ein Schmerz erst durch Alkohol verursacht wird.
Um Ihnen einen Einblick zu geben, wie Alkohol auf die verschiedenen Bereiche des Körpers wirkt, haben wir diese für Sie einzeln aufgeführt. Gehen Sie auf die oben stehende Abbildung zurück und klicken Sie sie an. Klicken Sie anschließend die Namen der jeweiligen Organe an.
Diese Informationen sind begrenzt und eher allgemein gehalten; über spezielle Fragen zu Ihrer eigenen Gesundheit sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt.

Alkohol und Schlaf


„Wenn Du nicht schlafen kannst, trink doch einen Schnaps vor dem Schlafengehen.“
Alkohol scheint als Schlafmittel gut zu wirken. Der Nachteil ist, dass Sie immer mehr brauchen, um denselben Effekt zu erzielen. Aus dem einen Glas werden mit der Zeit wahrscheinlich mehrere.
Alkohol verhindert einen gesunden Schlaf. Die Verarbeitungsprozesse, die nachts im Gehirn stattfinden, funktionieren schlechter, wenn Sie Alkohol getrunken haben.
Aufwachen und Aufstehen sind selbstverständlich angenehmer, wenn Sie ohne Alkoholeinfluss geschlafen haben. Wenn Sie es gewohnt sind, vor dem Schlafengehen Alkohol zu trinken, werden Sie merken, dass es tatsächlich schwieriger ist, nüchtern einzuschlafen. Machen Sie sich klar, dass Ihr Körper Zeit braucht, um wieder auf ein gesundes Schlafmuster umzuschalten, wenn Sie damit aufhören, vor dem Einschlafen Alkohol zu trinken.
Außerdem gibt es auch bei einem gesunden Schlafmuster individuelle Unterschiede. Manche Menschen liegen immer noch eine Stunde wach, bevor sie einschlafen, andere haben zum Beispiel einen leichten Schlaf und wachen bei  nächtlichen Geräuschen auf.
Wenn Sie schlecht schlafen, kann es hilfreich sein, Entspannungsübungen zu erlernen. In vielen Städten werden Schlafseminare (z.B. Feldenkrais) angeboten. Darüber können Sie sich bei Ihrem Hausarzt informieren.

Einschlaftipps


Hier einige Tipps, um besser einzuschlafen: 

  • Achten Sie darauf, sich den Tag nicht zu voll zu packen; d.h. vermeiden Sie, sich zuviel aufzuladen und an zu viele Dinge gleichzeitig denken zu müssen. Denn sonst ist es keine Wunder, wenn die Gedanken abends im Bett nicht zur Ruhe kommen. Bauen Sie Ruhephasen in den Tag ein, in denen Sie eine Weile nichts tun und Zeit zum Nachdenken haben.
  • Trinken Sie ein Glas warme Milch, bevor Sie zu Bett gehen.
  • Trinken Sie abends keinen Kaffee oder koffeinhaltige Limonade. Manche Menschen reagieren auf die anregende Wirkung von Koffein sehr empfindlich und sollten am besten überhaupt keine koffeinhaltigen Getränke trinken oder zumindest nur bis ca. 12.00 Uhr mittags.
  • Essen Sie keine schweren Mahlzeiten kurz bevor Sie schlafen gehen.
  • Leben Sie vor dem Schlafengehen eine Ruhephase ein. Hören Sie ruhige Musik, lesen Sie ein Buch oder machen Sie einen kurzen Spaziergang.
  • Machen Sie Entspannungsübungen.
  • Machen Sie keine aufregenden (Computer-)Spiele kurz vor dem Schlafengehen.
  • Zärtlichkeiten und Sex können eine entspannende Wirkung haben.
  • Achten Sie auf einen regelmäßigen Rhythmus; gehen Sie so oft wie möglich zur selben Zeit ins Bett. 
  • Sport fördert ein gesundes Schlafmuster.
  • Benutzen Sie die Nacht nicht zum Nachdenken, seien Sie diesbezüglich streng mit sich selbst. Konzentrieren Sie sich anstatt dessen auf entspannende Dinge oder lassen Sie die Gedanken ganz los.
  • Sie sollten tagsüber keinen Schlaf nachholen und früh aufstehen. Halten Sie, auch nach einer schlechten Nacht, einen festen Rhythmus ein.
  • Schlafmittel machen stark abhängig, sie sollten nur in Notsituationen genommen werden und auch dann nur für kurze Zeit.
  • Weitere Informationen finden Sie im Internet unter „Schlafstörungen“ oder „Entspannungsübungen“. 

Alkohol und Epilepsie


Man geht davon aus, dass große Mengen Alkohol das Risiko eines epileptischen Anfalls erhöhen. Auch wenn die Wirkung des Alkohols nachlässt, bleibt die Wahrscheinlichkeit epileptischer Anfälle deutlich erhöht.
Bei gemäßigtem Alkoholkonsum ist das Risiko, einen Anfall zu erleiden, von Person zu Person sehr unterschiedlich. Manchen Menschen mit Epilepsie passiert es sehr schnell, andere merken wenig oder gar nichts. Wenn Alkohol zum Essen getrunken wird, ist die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls viel geringer, als bei Alkoholkonsum auf leeren Magen.
Alkohol beeinflusst darüber hinaus die Wirkung der Medikamente gegen Epilepsie. Bei einigen Medikamenten, verstärkt sich die Wirkung. Auf diese Weise wird die Dosierung zu hoch und es können Vergiftungserscheinungen auftreten. Andere Medikamente verstärken oder verlängern die Wirkung des Alkohols. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach der Wirkung von Alkohol auf Ihre Medikation.

Alkohol und Krebs


Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Alkohol das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass 3,6% aller Krebserkrankungen auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Das gilt insbesondere für Krebs im Mund, im Hals, in der Speiseröhre, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, im Darm und für Brustkrebs.
Wenn es Ihnen gelingt, Ihren Alkoholkonsum einzuschränken, erhöhen Sie damit die Chance auf ein längeres und gesünderes Leben. Die Kombination von Alkohol und Rauchen führt zu einem erhöhten Risiko, vor allem für Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs.
Der Verzicht auf Alkohol und Rauchen verringert die Gefahr, an einer dieser Krebsformen zu erkranken.

Alkohol und Diabetes


Alkohol und Diabetes sind keine gute Kombination. Auf der einen Seite senkt Alkohol den Blutzuckerspiegel, sogar schon bei einer durchschnittlichen Menge. Die mögliche Folge sind Hypoglykämie (Unterzucker) und die damit verbundenen Komplikationen.
Auf der anderen Seite enthalten manche Getränke, wie Alkopops und Liköre sehr viel Zucker, was wiederum den Blutzuckerspiegel erhöht. In beiden Fällen gerät der Zuckerhaushalt eines Diabetikers durcheinander.
Darüber hinaus kann Alkohol die Wirkung der Medikamente, die bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, verlängern. Dadurch wird es schwieriger, den Diabetes-Patienten auf die richtige Medikamentendosierung einzustellen.

Alkohol und Gicht


Gicht ist eine Form von (entzündlichem) Rheuma, bei dem plötzliche Anfälle von Gelenkentzündungen auftreten. Gicht ist schmerzhaft und bisher noch nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut unter Kontrolle halten. Es ist sinnvoll, darauf zu achten, was man isst und trinkt.
Alkohol wirkt sich bei Gicht negativ aus. Diese Wirkung ist auf den Stoff „Purin“ zurückzuführen, der durch den Stoffwechselprozess freigesetzt wird. Beim Abbau von Purin entsteht Harnsäure. Diese kann Kristalle bilden, die sich in den Gelenken ablagern und eine akute Gelenkentzündung verursachen können. Zu viel Harnsäure kann zu Gichtanfällen führen.
Alkohol (und eiweißreiche Nahrung) enthalten viel Purin. Wer an Gicht leidet, ist also gut beraten, keinen oder nur sehr wenig Alkohol zu trinken. Alkohol verschlimmert die Beschwerden.
Um Gichtanfällen vorzubeugen, ist es hilfreich, keinen Alkohol zu trinken, wenig eiweißreiche Nahrungsmittel zu essen, viel (Nichtalkoholisches) zu trinken und insgesamt nicht übermäßig viel zu essen.

 

Alkohol und Rheuma


Die mehr als hundert Formen von Rheuma werden in drei große Gruppen eingeteilt: Artrose, Weichteilrheuma und Entzündungsrheuma, z.B. Gicht und Arthritis.
Auf Artrose und nichtentzündliche Formen von Weichteilrheuma hat Alkohol keine Auswirkungen. Allerdings kann Alkohol die Schmerzmittel, die für diese Formen der Krankheit verschrieben werden, beeinflussen. Gerade in Kombination mit Schmerzmitteln erhöht Alkohol das Risiko von Magenbeschwerden oder Störungen der Leberfunktion.
Dies gilt auch für die Kombination von Alkohol mit Entzündungshemmern. Diese Medikamente werden bei bestimmten Formen von Entzündungsrheuma verschrieben. Deshalb wird meist empfohlen, keinen oder höchstens ein (1) Glas Alkohol pro Tag zu trinken. 
Übermäßiger Alkoholkonsum kann die Abwehrkräfte schwächen. Viele Menschen, die übermäßig viel Alkohol trinken, sind nur mangelhaft mit Vitaminen versorgt, das gilt insbesondere für die Vitamine B1 und B6. Wer an einer Form von Entzündungsrheuma erkrankt ist, dessen Abwehrkräfte sind bereits geschwächt. Das Immunsystem ist nicht mehr im Gleichgewicht und es wird durch die Einnahme von Entzündungshemmern zusätzlich beeinträchtigt. Auf diese Weise wird man anfälliger für Viruserkrankungen. Neben den Risiken für Magen, Darm und Leber ist also die Gefahr eines Vitaminmangels ein weiterer Grund, den maßvollen Umgang mit Alkohol zu empfehlen.  
Menschen, die unter Weichteilrheuma leiden, bekommen manchmal, wegen der beruhigenden und muskelentspannenden Wirkung, Benzodiazepine (Schlaf-/Beruhigungsmittel). Diese Medikamente wirken im Gehirn und im zentralen Nervensystem. Alkohol verstärkt diese Wirkung, weshalb die Kombination gefährlich ist.

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Alkohol und Ihr Körper


1. Mund
Alkohol kann Schleimhautschäden verursachen. Wenn der Alkoholkonsum darüber hinaus zu schlechten Essgewohnheiten führt, droht Vitaminmangel. Auf die Dauer stumpfen auch die Geschmacksknospen ab, so dass man mehr Salz und Gewürze benötigt, um noch etwas zu schmecken.
Wenn Sie Alkohol getrunken haben, riecht Ihr Atem nicht frisch; das ist für die Nähe zu anderen Menschen nicht förderlich. 

 2. Gehirn
Alkohol hat direkte Auswirkungen auf das psychische Funktionieren. Er wirkt enthemmend, macht gleichgültiger und hat darüber hinaus einen Einfluss auf das Gedächtnis: „Aus einer Reihe von Untersuchungen geht hervor, dass das Gehirn Schaden nehmen kann, wenn man langfristig mehr als 25 Standardgläser Alkohol pro Woche trinkt. Es gilt als gesichert, dass sich nach vier bis fünf Jahren das Gedächtnis verschlechtert. Zu Anfang nimmt der Betroffene diesen Schaden nicht wahr, aber auf die Dauer merkt er, dass er Dinge nicht mehr so gut behalten kann, weniger kreativ ist, länger braucht, um etwas zu begreifen und dass es ihm schwerer fällt, sich an neue Situationen anzupassen.“

3. Speiseröhre
Ihre Getränke gelangen über den Mund in die Speiseröhre. Wenn diese Schleimhaut sich entzündet, fühlen Sie einen brennenden Schmerz mitten in der Brust. Verwirrend ist, dass dieser Schmerz vergeht, wenn Sie Alkohol trinken. So erscheint Alkohol wie ein Heilmittel, obwohl es den Schmerz verursacht. Wenn Sie viel Alkohol trinken, können sich in der Speiseröhre Krampfadern bilden. Wenn diese Krampfadern platzen, entsteht ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall.

4. Nieren
In den Nieren werden Flüssigkeit und Abfallstoffe aus dem Blut gefiltert. Wenn man viel trinkt, muss man häufig zur Toilette gehen. Alkohol hat eine harntreibende Wirkung, er entzieht dem Körper Flüssigkeit. So kann also bei Alkoholkonsum Flüssigkeitsmangel entstehen, obwohl man viel trinkt. Deshalb ist Alkohol nicht durstlöschend, sondern man bekommt Durst vom Alkoholtrinken – darin liegt übrigens auch die Erklärung für den Nachdurst.

5. Bauchspeicheldrüse
Der übermäßige Konsum von Alkohol greift auch die Bauchspeicheldrüse an. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist lebensgefährlich. Bei einer akuten Entzündung entstehen heftige Schmerzen.

6. Magen
Wenn man Alkohol zu sich nimmt, steigt die Magensäureproduktion. Das kann auf die Dauer zu einer Reizung der Magenschleimhaut führen. Eine Magenschleimhautentzündung kann chronisch werden. Sie erschwert die Nahrungsverdauung. Sie spüren dies in Form von Magenschmerzen (im Oberbauch), manchmal auch Übelkeit und Erbrechen.

7. Leber
Die Leber hat die Aufgabe, Stoffe wie Alkohol, Medikamente und Drogen aus dem Blut zu filtern. Wenn viele dieser Stoffe im Blut sind, muss die Leber also besonders schwer arbeiten. Als Reaktion darauf vergrößert sie sich. Sie können dies spüren, wenn die Leberkapsel auf die rechte Körperseite und manchmal auch auf den Rücken drückt. Auf die Dauer wird die Leber auf diese Weise überlastet: Die Leberzellen werden zerstört, es entstehen Narben und sie verschrumpelt.
Eine gesunde Leber braucht ungefähr 1 ½ Stunden, um ein Glas Alkohol abzubauen. Dieser Prozess lässt sich nicht beschleunigen; es ist also nicht möglich, mit Hilfe von Kaffee oder einer Mahlzeit wieder nüchtern zu werden. Wenn Sie an einem Abend 15 Gläser trinken, nimmt es ungefähr 24 Stunden in Anspruch, bis der Alkohol ganz abgebaut ist. Wenn Sie also einmal wirklich über die Stränge geschlagen haben, ist es klug, mindestens zwei Tage lang keinen Alkohol zu trinken. Dann kann die Leber sich ein wenig erholen.

8. Dünndarm
Aus dem Magen gelangt die Nahrung in den Dünndarm. Auch hier drohen bei übermäßigem Alkoholkonsum Entzündungen der Schleimhaut. Bei manchen Menschen entsteht ein chronischer Durchfall, der häufig durch schlechte Ernährungsgewohnheiten mit verursacht wird.

9. Geschlechtsorgane
Die entspannende Wirkung von Alkohol hat häufig einen positiven Effekt auf das Erleben der Sexualität. Übermäßiger Alkoholkonsum jedoch kann das sexuelle Funktionieren beeinträchtigen. Wenn die Leber nicht mehr richtig arbeitet, wird der Hormonhaushalt gestört. Das kann bei Männern zu Impotenz führen. Der Verzicht auf Alkohol kann die Potenz wiederherstellen. Bei Frauen kann die Menstruation aussetzen.

10. Das Nervensystem
Zitternde Hände bei Menschen, die zuviel Alkohol trinken – dieses Phänomen ist allgemein bekannt. Es ist auf eine Schädigung des Nervensystems zurückzuführen.
Betroffen sind als erstes die Nervenenden der längsten Nerven: die Hände zittern, in den Füßen gehen die Empfindungen zurück, dort entsteht beispielsweise ein Taubheitsgefühl der Haut.
Wenn die Schäden sich ausbreiten, drohen Gleichgewichtsstörungen, die zu einer Art „Watschelgang“ führen können. Auch hier gilt, dass der rechtzeitige Verzicht auf Alkohol die Aussichten auf Heilung vergrößert.

11. Herz und Blutgefäße
„Alkohol ist gut für Herz und Gefäße“. Das stimmt; aber nur für Frauen über 40 und Männer über 50. Und auch nur dann, wenn Männer nicht mehr als zwei bis drei Gläser, Frauen nicht mehr als ein bis zwei Gläser pro Tag trinken.
Ansonsten kann Alkoholkonsum zu erhöhtem Blutdruck und Herzfehlern führen. Langfristiger Alkoholkonsum birgt das Risiko einer Schädigung des Herzmuskels und chronischer Kurzatmigkeit.

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