Fakten

Risiken des Alkoholkonsums

Worin bestehen die Risiken des Trinkens?
Risiken von Alkohol in Kombination mit Kokain,
XTC/Ecstasy und
Haschisch und Marihuana 

Worin bestehen die Risiken des Trinkens?


Wenn Alkohol in Maßen getrunken wird, ist er nicht gesundheitsschädlich. Täglich ein bis zwei Gläser für Frauen und zwei bis drei Gläser für Männer sind nicht ungesund. Der tägliche Genuss von Alkohol erhöht allerdings das Risiko der Gewöhnung. Deshalb ist es gut, an zwei Tagen in der Woche keinen Alkohol zu trinken. 


Übermäßiger Konsum von Alkohol kann zu diversen Problemen führen: 


  • Es kann Schäden an Magenschleimhaut, Leber und Gehirn verursachen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Körperlich.
  • Wenn jemand viel getrunken hat, steigt die Unfallgefahr. Außerdem werden Menschen schneller aggressiv, wenn sie getrunken haben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Aggressionen. 
  • Personen, die sehr regelmäßig viel Alkohol trinken, laufen längerfristig Gefahr, an Leberleiden und diversen Formen von Krebs, unter anderem im Mund, am Kehlkopf, in der Speiseröhre, im Magen, in der Leber oder im Darm zu erkranken. 
  • Alkohol kann soziale Probleme verursachen. Enthemmtes Verhalten gegenüber dem Partner, Freunden oder Kollegen kann zu Irritationen und Streit führen, die Beziehungsabbrüche und den Verlust von Arbeit und Wohnung nach sich ziehen können.
  • Das Kurzzeitgedächtnis kann angegriffen werden. Dies kann zum Korsakow-Syndrom oder zu Alkoholdemenz führen.

Andere Risiken:


  • Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu einem kleineren Gehirnvolumen und einem niedrigeren Geburtsgewicht des Babys führen. Wenn während der Schwangerschaft viel Alkohol getrunken wird, können ernste Geburtsanomalien entstehen, die sich auf das ganze Leben des Babys auswirken. Unter Schwanger finden hierzu weitere Informationen.
  • Die Kombination von Alkohol mit betäubenden Drogen, anregenden Substanzen oder Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist gefährlich, weil all diese Mittel sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen können.

Kokain und Alkohol

 
Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Kokain hat folgende Auswirkungen:
  • Sie spüren die Wirkung des Alkohols weniger stark. Dadurch wird die Bremse für den Alkoholkonsum ausgeschaltet. Das kann dazu führen, dass Sie zu viel trinken – viel mehr, als Sie geplant hatten.
  • Alkohol macht übermütig, Kokain ebenfalls. Die Kombination ist deshalb – vor allem im Straßenverkehr – besonders gefährlich. 
  • Zunahme von aggressivem Verhalten und/oder aggressivem Denken. 
  • Besonders starke Belastung des Herzens. Sowohl Alkohol als auch Kokain beschleunigen den Herzschlag. Wenn man beides kombiniert, wird der Herzschlag zusätzlich erhöht. In der Folge steigt der Sauerstoffbedarf des Herzens. Kokain wirkt jedoch gefäßverengend. Dadurch wird die Sauerstoffzufuhr abgeschnürt, obwohl das Herz, wegen des beschleunigten Herzschlags gerade zusätzlichen Sauerstoff benötigt. 
  • Cocaethylen. Cocaethylen beschleunigt ebenfalls den Herzschlag und hat eine mit Kokain vergleichbare Wirkung. Kokain und Cocaethylen bilden gemeinsam eine weitere Belastung für das Herz, da der Sauerstoffbedarf weiter steigt, während die gefäßverengende Wirkung beider Stoffe die Sauerstoffzufuhr stärker abschnürt. Dies alles kann zu einem akuten Sauerstoffmangel im Herzmuskel und zu Herzrhythmusstörungen führen.
Fazit: Am besten verzichten Sie darauf, Alkohol mit Kokain zu kombinieren. Wenn Sie es dennoch tun, trinken Sie Alkohol sehr maßvoll und wechseln Sie alkoholhaltige Getränke mit Wasser oder anderen alkoholfreien Getränken ab.


XTC/Ecstasy und Alkohol


Wenn Sie Alkohol mit Ecstasy kombinieren, hat dies folgende Auswirkungen:

  • Erhöhtes Risiko der Austrocknung: XTC/Ecstasy-Konsum kann zu einer Überhitzung des Körpers führen. Das Klima in heißen, schlecht gelüfteten Räumen und intensives Tanzen lassen die Körpertemperatur noch weiter steigen. Durch die Wirkung von Alkohol auf die Hypophyse wird die Harnproduktion gefördert. Durch häufiges Wasserlassen/Urinieren trocknet der Körper zusätzlich aus. Die Kombination von Alkohol und Ecstasy macht folglich die Gefahr des Austrocknens besonders groß. Mögliche Folgen des Austrocknens sind hohes Fieber, epileptische Anfälle, Blutungen im ganzen Körper, Muskelabbau und Nierenstörungen.
  • Leberfunktionsstörungen: Ecstasy – auch eine einzige Tablette – kann akutes Leberversagen verursachen. Alkohol schadet der Leber ebenfalls, und die Kombination beider Substanzen bildet ein erhöhtes Risiko.  
  • Gedächtnisschwund: Sowohl Alkohol- als auch Ecstasy-Konsum bewirken Veränderungen im Gehirn. Die möglichen Folgen: Gedächtnisschwund, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen (Depressionen).
Fazit: Ecstasy und Alkohol zu kombinieren wirkt risikosteigernd. Seien Sie dabei äußerst maßvoll; verzichten Sie am besten ganz darauf.

Haschisch & Marihuana (THC) und Alkohol


Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Haschisch und/oder Marihuana, hat folgende Auswirkungen:
  • Erhöhte Gefahr eines Blackouts oder Kontrollverlustes
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen (können sehr plötzlich auftreten)
  • Schlechtes Fahrverhalten: Alkohol und THC führen beide zu einem Mangel an kognitiven, motorischen und Wahrnehmungsfähigkeiten. Deshalb kann der kombinierte Konsum – vor allem im Straßenverkehr – gefährlich sein. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Marihuana das durch Alkoholkonsum beeinträchtigte Fahrverhalten zusätzlich negativ beeinflusst: Beide Substanzen führen schon für sich zu einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.
Fazit: Versuchen Sie, Alkohol und THC so wenig wie möglich zu kombinieren..

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