Fakten

Problemtrinker?

Wie erkennt man problematischen Alkoholkonsum?
Wie sollte man mit dem problematischen Alkoholkonsum eines anderen umgehen?
 

Wie erkennt man problematischen Alkoholkonsum?


Gewöhnung an und Abhängigkeit von Alkohol entstehen allmählich. Es fängt damit an, dass man ab und zu zuviel trinkt und geht bis zu regelmäßigen „Abstürzen“. Das macht es schwierig, problematischem Konsum zu erkennen. Man hat es mit Missbrauch zu tun, wenn jemand ungeachtet der Umstände ständig Alkohol trinkt, obwohl dieser Alkoholkonsum Probleme verursacht oder sie verschlimmert. Ein anderes Zeichen für Missbrauch ist gegeben, wenn jemand sich selbst wiederholt in Gefahr bringt (zum Beispiel unter Alkoholeinfluss Auto fährt).
Wichtige Hinweise für problematischen Konsum sind:  
  • Alkohol wird gebraucht, um sich entspannen zu können, um in eine andere Stimmung zu kommen, um eine bestimmte Angst zu überwinden oder die Nerven zu beruhigen.
  • Ein oder zwei Gläser sind nicht genug, sondern man trinkt jeden Tag mehr und begibt sich oft in Situationen, in denen Alkohol getrunken wird.  
  • Man will zwar aufhören oder versuchen, tagsüber keinen Alkohol zu trinken, schafft es aber nicht.  
  • Man trinkt schnell und gierig, heimlich, riecht häufig nach Alkohol und kaut Kaugummi, um die Fahne zu verbergen. 
  • Ohne Alkohol bekommt man Entzugserscheinungen, wie zitternde Hände, vermehrtes Schwitzen oder Schlafprobleme.  
  • Häufiger Streit über Alkohol mit dem Partner oder Familienmitgliedern. 
  • Fehler auf der Arbeit oder regelmäßige Abwesenheit bzw. wiederholtes Zuspätkommen. 
  • Häufige Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss.

Wie sollte man mit dem problematischen Alkoholkonsum eines anderen umgehen?


Menschen, die Alkoholprobleme haben, neigen in manchen Fällen dazu, dies zunächst zu leugnen. Der Versuch, gegen den Konsum anzukämpfen oder ihn zu verbieten ist in diesem Fall nicht sinnvoll. Panik und Drohungen haben eine entgegengesetzte Wirkung.
Ein offener Gedankenaustausch auf der Grundlage fundierter Informationen und ohne Vorurteile ist erfolgversprechender. Setzen Sie auf jeden Fall klare Grenzen. Machen Sie klar, was Ihnen gefällt und was nicht; was Sie akzeptieren und was Sie nicht mehr akzeptieren.
Versuchen Sie, gemeinsam der Frage nachzugehen, worin die Probleme untereinander bestehen und ob daran etwas getan werden kann.
Sowohl für den Problemtrinker als auch für sein Umfeld gilt: Zögern Sie nicht, sich beraten zu lassen.

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